UGANDA

die Perle von Afrika


Präsident Y. K. Museveni besucht Deutschland und spricht auf dem German-African Business Day des Afrika Vereins in Berlin und auf der Veranstaltung der IHK Hamburg: 'Business opportunities and incentives in Uganda' im Juni 2016

Begleitet wird der Präsident von der Ministerin für Handel, Industrie und Zusammenarbeit, Amelia Kyambadde, dem ugandischen Botschafter in Berlin Marcel Tibaleka, dem CEO der Uganda Investment Authority, Frank Ssebowa, dem Chairman der Uganda Manufacturers Association, Amos Nzei, dem Executive Director der Uganda Wildlife, Andrew Seguya und dem CEO des Uganda Tourism Board, Stephen Asiimwe, dem Honorarkonsul Ugandas in Hamburg, Prof. Manfred Dietrich und Honorarkonsul Dr. Wolfgang Wiedmann.

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Präsident Museveni bezeichnet Afrika als den Kontinent der Zukunft in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Bevölkerung Afrikas ist von 100 Millionen auf heute 1,25 Mrd Menschen gewachsen und sie wird weiter wachsen. Nach den letzten Prognosen auf 2,5 Mrd Menschen bis zum Jahr 2050. 'Afrika ist heute der am schnellsten wachsenden Kontinent' so Museveni.

Die Kaufkraft in Afrika ist in den letzten 10 Jahren von 500 Mrd $ auf heute 8.200 Mrd $ gewachsen und sie wird weiter stark ansteigen. Das Wirtschaftswachstum lag in Uganda im Durchschnitt der letzten 20 Jahre bei 6,5 % und das bei fehlender Infrastruktur und Elektrizität. Heute hat Uganda Elektrizität im Überfluss und die Infrastruktur wird verstärkt ausgebaut. Die Schaffung einer zweiten Verbindung zum Meer über den Viktoriasee und Tansania und die Wiederherstellung der Eisenbahnlinie haben bereits begonnen.

Im Gegensatz zu China und Indien hat Afrika eine steigende Zahl von Verbrauchern und Afrika, insbesondere Uganda, hat Rohstoffe: Gold, Wolfram, Tantalum, Nickel, Phosphat und nicht zu vergessen: Öl und Gas.

Die Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas wird nun verstärkt vorangetrieben. Der Bau einer Raffinerie und der Bau einer Pipeline durch Tansania sind erste Schritte zur Schaffung einer Downstream Mineralölindustrie. 6,5 Mrd Barrel Rohöl warten im Boden Ugandas darauf gefördert und verarbeitet zu werden.

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China hat bei der Entwicklung von Infrastruktur in Uganda einen großen Part übernommen, mit Geld und Investments. Chinesische Investoren sehen im Gegensatz zu manchen Europäern die immensen Geschäftsmöglichkeiten und das enorme Entwicklungspotential in Afrika. Durch Investments in Höhe von 900 Mio $ in die Elektrizitätsversorgung, 1 Mrd $ in den Straßenbau und 3,7 Mrd $ in den Ausbau der Eisenbahn tragen die Chinesen dazu bei, dass sich das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren voraussichtlich auf 12 % erhöhen wird.

Eine neue Mittelklasseschicht ist derzeit in Uganda im Entstehen, so Museveni in seiner Rede. Fast 50 % der Bevölkerung in Uganda sind 15 Jahre und jünger. Dies ist Herausforderung und Chance zugleich. Sehr gute Investitionsmöglichkeiten bestehen in Uganda in vielen Bereichen: Verarbeitung von Agrarprodukten, Verpackungsindustrie, Textil, Erneuerbare Energien, Aufbau einer Stahlindustrie, Herstellung und Montage von Maschinen und Fahrzeugen, Öl und Gas, Tourismus und natürlich der weitere Ausbau der Infrastruktur: Wasserversorgung, Abwassermanagement, dezentrale Elektrizitätsversorgung im ländlichen Bereich, Strassenbau, Eisenbahn und Digitalisierung.

Um Investoren zu unterstützen bietet Uganda Steuer- und Zollerleichterungen. Der Import von Verarbeitungsmaschinen und Rohstoffen, soweit sie nicht in Uganda erhältlich sind, ist vom Importzoll befreit. Auf Halbfertigprodukte beträgt der Zoll nur 10 %. Darüber hinaus bietet der Staat 10 jährige Steuerfreiheit für Gewinne.

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Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, führt als weiterer Key Note Speaker aus, dass beim kommenden Afrikagipfel der EU ein 'Marshall Plan für Afrika' beraten wird. Themen wie Migration, Urbanisierung, Wirtschaftspartnerschaft sind wichtige Themen auch für Europa. 'Stabilität, Frieden, Ausgleich und Toleranz sind die Basis für wirtschaftliche Entwicklung', so Minister Müller.

Afrika muss sich selbst versorgen, und die Wertschöpfung muss den Menschen zu Gute kommen, so Minister Gerd Müller weiter. Afrika ist reich mit Rohstoffen und mit Sonne gesegnet - die Sahara und die Länder am Äquator wie Uganda sind Energieländer der Zukunft. Mit der Digitalisierung können diese Länder 50 Jahre Entwicklung überspringen.

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Honorarkonsul Dr. Wolfgang Wiedmann verabschiedet Präsident Museveni in Hamburg mit Worten des Dankes für seinen Besuch in Deutschland und einer Einladung zu einem Besuch nach Bayern und Baden-Württemberg.